Mit Blick über die Isar und die Innenstadt ragt der 38 Meter hohe Friedensengel im Münchner Stadtteil Bogenhausen empor. Das 1899 enthüllte Denkmal an der Prinzregentenstraße gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt und ist als Friedenssymbol ein weithin sichtbares Wahrzeichen Münchens. Von der Aussichtsplattform bietet sich ein weiter Panoramablick über die Innenstadt, und der umliegende Park Maximiliansanlagen lädt zu Spaziergängen ein.

Das Monument besteht aus einem tempelartigen Podest, einer 23 Meter hohen korinthischen Säule und der sechs Meter hohen
Bronzestatue einer geflügelten Friedensgöttin. Die vergoldete Figur stellt die griechische Siegesgöttin Nike dar und trägt in ihren Händen einen Ölzweig als Friedenssymbol sowie eine kleine Statue der Athene als Zeichen für Weisheit und Kampf. Der quadratische Tempelaufsatz ist mit glänzenden Goldmosaiken ausgeschmückt, die Krieg, Sieg, Frieden und Wohlstand allegorisch darstellen. An den Eckpfeilern befinden sich zudem Relief-Medaillons mit Porträts bedeutender Zeitgenossen wie Kaiser Wilhelm I. und König Ludwig II.
Die gesamte Anlage erhebt sich auf der hochgelegenen Prinzregent-Luitpold-Terrasse und ist über zwei geschwungene Treppen mit einer darunter liegenden Brunnenanlage verbunden. Im Marmorrundbecken sprüht eine Wasserfontäne empor und verlängert optisch die Säule bis zur Engelsfigur, während vier bronzene Putten auf Delfinen reiten. Hinter dem Springbrunnen
plätschert in einer künstlichen Grotte leise das Wasser.

Die Idee für das Friedensdenkmal entstand 1895 durch einen von Prinzregent Luitpold initiierten Wettbewerb. Am 10. Mai 1896 – dem 25. Jahrestag des Friedensvertrags nach dem Deutsch-Französischen Krieg – wurde der Grundstein auf der Isarhöhe gelegt. Die feierliche Enthüllung folgte knapp drei Jahre später am 16. Juli 1899. Das Monument sollte die Segnungen des anhaltenden Friedens feiern und war dem 25-jährigen Friedensjubiläum nach 1871 gewidmet.
Bis heute wird alljährlich rund um den 16. Juli das Friedensengelfest gefeiert, das an die Einweihung des Denkmals erinnert.
In den 1980er-Jahren musste die Engelsstatue vorübergehend entfernt werden, da Risse im Material ein Herabstürzen befürchten ließen. 1983 kehrte die sanierte Figur mit verstärktem Standbein und neu gegossenen Flügeln an ihren Platz zurück.
Zum 100. Jubiläum im Jahr 1999 wurde der Friedensengel erneut restauriert und mit frischem Blattgold versehen, um in neuem
Glanz zu erstrahlen.
Friedensengel
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